Anetta Kahane, Yael Reuveny, Emilia Roig - "Jüdische Identitäten in Deutschland."

Dienstag, 21. September 2021, 19 Uhr
Kulturhaus Häselburg Gera 
(Burgstraße 12)

Moderation von Peggy Piesche

Wer ist jüdisch?

In ihrem Buch „Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung“ (Aufbau Verlag, 2021) schreibt Emilia Roig über ihre Erfahrung als schwarze Jüdin in Frankreich, über Rassismus in der eigenen Familie, über ihr Coming-Out und die Schwierigkeit, andere Menschen mit ihren vielfältigen Identitäten zu akzeptieren.

Am Dienstag, den 21. September, 19 Uhr ist Emilia Roig gemeinsam mit Anetta Kahane und Yael Reuveny zu Gast im Kulturhaus Häselburg. Unter dem Titel „Plurale Gesellschaften und jüdische Identitäten in Deutschland“ diskutieren sie, was es heißt Jüdin*Jude zu sein: Wann ist man jüdisch? Ist es ein Problem Jüdin*Jude in Deutschland zu sein? Welche Rolle spielt die Geschichte? Und wie lassen sich Rassismus und Antisemitismus bekämpfen?

Die drei Diskutantinnen sind in verschiedenen Ländern aufgewachsen und bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen mit. Sie leben heute alle drei in Deutschland und beschäftigen sich in ihrer Arbeit intensiv mit Rassismus, Diversität und jüdischer Identität, allerdings mit ganz verschiedenen Ansätzen.

Anetta Kahane wuchs in Ost-Berlin auf, war in der Bürgerrechtsbewegung aktiv und die erste Ausländerbeauftragte von Berlin. Seit 2003 ist sie Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung.
Yael Reuveny ist Regisseurin und wurde in Petach Tikva (Israel) geboren. Sie lebt seit 2005 in Berlin. Sie hat mehrere Projekte für das Jüdische Museum Berlin realisiert. Ausschnitte daraus sind am 21. September im Kulturhaus Häselburg zu sehen.
Emilia Roig wurde in Dourdan (Frankreich) geboren. Sie ist Politikwissenschaftlerin und hat 2017 das „Center for Intersectional Justice“ in Berlin gegründet.

Die Moderation der Diskussion hat Peggy Piesche, Abteilungsleiterin bei der Bundeszentrale für politische Bildung am neuen Standort Gera. Als Grußwortredner wird Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung erwartet.

Die Veranstaltungen der Reihe „Jüdinnen und Juden in Gera“ werden in Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Verein Gera e. V., der Regionalgruppe Thüringen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. und der Bundeszentrale für politische Bildung organisiert. Die Veranstaltungen werden im Bundesprogramm Demokratie leben!, von der Stadt Gera, der Thüringer Staatskanzlei und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.  

Emilia Roig

21.09.2021, 19 Uhr

Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst

Burgstraße 12, 07545 Gera

 

FOLGT UNS